Isfahan (oder Esfahan) liegt ungefähr 350 km südlich von Teheran und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Gut vier Millionen Einwohner zählt die Stadt, was sie zur zweigrössten im Iran macht. Ihre Blütezeit genoss sie zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert und war unter den Safawiden im 16. Jh. gar die Hauptstadt von Persien.
Nesfh-e Jahan
Während seiner Blüte war Isfahan eine Metropole vieler Kulturen und Nationalitäten; mit einer halben Million Einwohnern gar eine der grössten Städte der Welt. Dadurch verdiente sich Isfahan das persische Sprichwort “Esfahan – nesf-e jahan” (Isfahan, die Hälfte der Welt). Wenn man heute die Stadt besucht, kann man zumindest sagen, es ist mindestens die Hälfte des Irans. So viele wunderschöne Plätze, Moscheen, Museen und Parks gibt es hier zu bestaunen. Es ist wirklich unbeschreiblich.
Bevor man sich zu den Höhepunkten der Stadt begibt, besucht man am besten die Hakim Moschee und den Basar. Hierfür braucht man ein bis zwei Stunden. Ein Blick in die Hinterhöfe und islamischen Schulen ist zu empfehlen (Achtung: Beachten ob Besucher rein dürfen).
Als das Web in den Kinderschuhen steckte, gab es schon Versuche, die Panoramafotografie ins Web zu bringen. Man musste aber meist auf dem Computer etwas installieren, um die 360°-Ansichten sehen und bedienen zu können. Wir sind nun auf 360cities.net gestossen. Es macht es einfacher, schnell und schön. Wie wär’s mit einem kleinen Ausblick auf den Potsdamer Platz?
Viele Fotodienste haben schon seit langer Zeit Google Maps entdeckt. Man klickt sich zum Beispiel durch Berlin, indem man sich die Fotos von anderen Touristen anschaut. 360cities.net macht hierzu nicht viel anders. Es zeigt auf Google Maps ganz einfach alle Panorama-Fotografien von Reisenden in Berlin an. Die Qualität hierbei ist exzellent. Im Panorama eröffnen sich zudem Ansichten, die man mit einem einzelnen Foto nicht einfangen würde. Die alte Brauerein Friedsrichshain? Hier bitte. Oder Aussicht von der Kathedrale by night? Voilà. 360cities erlaubt es zudem, direkt im Panorama durch die Stadt zu laufen. Ähnlich wie bei “Street View” klickt man auf die weissen Pfeile, die im Bild erscheinen.
Bei 360cities hat mich die Qualität und die Einfachheit der Seite überzeugt. Doch entscheidet selbst. Wer sich vor der Abreise Eindrücke von einer Stadt machen möchte, dem seien folgende Seiten empfohlen:
Schon seit meiner Jugend interessiere ich mich fürs Reisen. Und weil ich es mir früher kaum leisten konnte – bis 18 hatte ich nicht einmal alle unsere Nachbarländer besucht – las und schrieb ich oft darüber. Letzteres mit mässigem Erfolg, wie folgende Beurteilung zeigt:
“Man merkt wohl, dass Du während des Schreibens in einen üblen Humor geraten bist, und ahnt, dass ihn berüchtigte Spezies von Touristen veranlasst haben. So erhellt aus dem Aufsatz zwar Deine Meinung von touristischen Auswüchsen, aber er setzt sich mir zuwenig mit dem Titel-Zitat auseinander: Was könnte Schneyder mit seinen Worten gemeint haben?”
Bei Schneyder handelt es sich wahrscheinlich um den österreichischen Kabarettisten Werner Schneyder. Verweise auf den damaligen Deutschlehrer habe ich im ganzen World Wide Web keine gefunden – drum bleibt er hier anonym. Ebenso unter Verschluss bleibt der Aufsatztext, der mit einer 4.5 benotet wurde.
In den Raum stellen möchte ich jedoch den Titel des Aufsatzes: “Die Menschheit hat den Touristen viel hinterlassen. Was hinterlassen die Touristen der Menschheit?” Ja, was eigentlich? Die Diskussion ist eröffnet!
Eher durch ein Zufall gelangte ich zu meinem Zimmer im “Isfahan Traditional Hotel”. Doch als ich meine Notizen der letzten Tage durchgehe, merke ich, dass mir das Hotel schon empfohlen wurde. Mein Bekannter wollte wissen, ob ich lieber in einem traditionellen oder einem modernen Hotel schlafen möchte. “Traditionelles Hotel? Nur her damit”, dachte ich mir. Schon lustig, dass ich tatsächlich hier gelandet bin. Es liegt an bester Lage. Das Hotel finde ich auch in meinem Reiseführer aufgeführt. Es ist aber nicht unbedingt deren Favourit. Weit gefehlt, muss ich sagen, das Hotel ist einfach nur der Hammer!
Das Hotel ist ziemlich schwer zu finden, wenn man das erste Mal in Isfahan ist. Es liegt hinter dem Basar; es ist aber zu empfehlen, den Basar zu umlaufen, denn sonst geht man mit Sicherheit verloren. Viele Leute verstehen “Hotel Sonnati”, und man fragt sich so einfach von Gasse zu Gasse. Am einfachsten gelangt man über die Hakim-Strasse zum kleinen Eingang, der kaum verrät was für eine Perle sich dahinter verbirgt.
Nachdem man durch ein Gewölbe zur Rezeption gelangt, wird man in perfektem Englisch begrüsst (eher eine Seltenheit). Mit nur 16 Zimmern ist das Hotel sehr klein, aber wirklich fein. Die Preise sind auch sehr moderat und ab gut 40 CHF (30 Euro) pro Nacht bekommt man ein gutes Zimmer mit Frühstück. Ich kann nur empfehlen, auch ein wenig mehr zu bezahlen, um eines der schönsten Zimmer zu bekommen.
Da es Nebensaison ist, kann ich einen kleinen Rabatt rausschlagen und werde an der Rezeption vorbei in den Hinterhof geführt. Hier verschlägt es mir das erste Mal die Stimme. Kein Mucks aus dem Basar oder von den lärmigen Motorrädern aus den Gassen ist zu hören. Nur der blaue Himmel und ein schmucker Hof mit Liegen und einem Wasserbecken heissen einen willkommen. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)
Das Zimmer ist sehr traditionell eingerichtet, äusserst geräumig, und das Bad ist weitaus westlicher als sonstwo (Toilette ist westlich, die Dusche ist nicht abgetrennt). Das Zimmer für zwei Personen hat ein grosses Bett und einen Wohnzimmerbereich mit Minibar und Fernseher (in Englisch nur BBC Worldwide). Die Einrichtung, die Architektur und die tiefen Holztüren machen das Zimmer zu einem äusserst speziellen Aufenthalt.
Wer sich im Iran in einen Nachtbus setzt, dem empfehle ich, die 5 Euro aufzuwerfen, um in einem Luxus-Bus reisen zu können. Ich habe es von Shiraz nach Isfahan nicht getan. Der Fahrer heisst wohl mit Vornamen Kamikaze, und ich habe diese Nacht in meinem engen, harten Sitz aufrecht sitzend kein Auge zugetan. Angespannt und wie gerädert, komme ich um sechs Uhr morgens in Isfahan an.
Per Taxi fahre ich ins Zentrum. Ich habe noch kein Hotel und auch keinen Plan, was um diese Uhrzeit offen hat. Ich sage dem Taxifahrer irgendeine Adresse, die auf der Karte im Zentrum zu sein scheint. In einem Kaffee esse ich Frühstück – es gibt Fladenbrot, Rührei, Marmelade, salzigen Frischkäse und Schwarztee (und es ist köstlich). Als langsam mehr Leute draussen die Strasse auf und ab gehen, mache ich mich auf den Weg zur ersten Sehenswürdigkeit in der Nähe, dem Garten Hasht-Behesht. Leider ist dieser noch geschlossen, und so bleibt mir nichts anderes übrig, als nach einem Hotel Ausschau zu halten (Ich werde später merken, dass ich am falschen Tor war. Der Garten ist immer offen.).
Ich spaziere durch den Basar von Isfahan. Dieser ist auch noch (fast) ganz verlassen. Alle Läden sind zu und eine schöne Stimmung durchzieht das überdachte Labyrinth mit wunderschönen Hinterhöfen. Ich verlaufe mich zwar komplett, es ist jedoch wunderbar, hier einfach herumzuwandern.
Der US-Schriftsteller David Foster Wallace nahm sich im September 2008 das Leben. Kein Wunder also, dass die Feuilleton-Öffentlichkeit aufhorchte, als im vergangenen Jahr sein Mammut-Werk “Infinite Jest” endlich auch auf Deutsch erschien – und auf sage und schreibe 1648 Seiten. Sie werden seitdem in allerhöchsten, höchsten, mindestens aber in hohen Tönen gelobt. Und so hat es mich also seit Erscheinen der Übersetzung, an welcher der Übersetzer sechs Jahre gearbeitet hat, gereizt, dieses Buch zu lesen.
Aber halst man sich mehr als tausend Seiten eines Autors auf, von dem man noch nie etwas gelesen hat? Nein! Also schaut man erst einmal, was es von demjenigen noch gibt, und so landete ich bei David Foster Wallaces Essay “Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich” und trug das Buch eine Weile in meiner Tasche herum. Foster Wallace beschreibt darin eine siebentägige Luxuskreuzfahrt auf der Karibik. Das “Harper’s Magazine” hatte ihn um eine Reisereportage gebeten; Foster Wallace machte gleich ein ganzes Buch daraus. Schliesslich sieht und erlebt man in sieben Tagen viel auf einem solchen Luxusliner.
Es ist kein Geheimnis: Viele fahren wegen der Coffeeshops nach Amsterdam. Tatsächlich wird Marihuana in Amsterdam regelrecht zelebriert: In den Touristenläden wimmelt es nur so von Zubehör: von Papers in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Cannabis-Pfeifen, Marihuana-Mühlen, Hanf-Schokolade und Hasch-Lollipops bis hin zu “grow your own weed”-Sets.
Die Niederlande sind weltweit das einzige Land, in dem der öffentliche Verkauf von bis zu 5 Gramm Cannabis geduldet (holländisch: “gedogen”) wird. Der Handel ist zwar illegal, bleibt aber ohne Strafverfolgung.
Hier findet ihr zehn Miniprogramme, die das Reisen mit dem Flugzeug erleichtern. Sie entschlüsseln Flughafencoeds, zeigen Infos zu allen Flugplänen und enthalten Gate Maps, so dass ihr immer auf dem richtigen Weg zu eurem Gate seid. Schaut mal rein & viel Spass damit!
Am 1. Mai eröffnet in Shanghai die Weltausstellung 2010. Die Shanghai Expo wird während den sechs Monaten vor allem in China die Aufmerksamkeit völlig auf sich haben. Nachdem nun knapp ein Jahrzehnt in der Stadt für die Ausstellung geworben wurde, wird in ein, zwei Wochen sicher ein Grossteil der Chinesen über den Grossanlass Bescheid wissen.
Über 70 Millionen Besucher werden erwartet. Damit würde die Ausstellung zur grössten aller Zeiten. Im Vergleich: in Deutschland kamen rund 18 Millionen Besucher nach Hannover. Neben 240 Ausstellern sind auch das Internationale Rote Kreuz und die Vereinten Nationen mit einem Pavillion vertreten.
Folgender Clip ist das offizielle Video der Expo. Ungeduldige “spulen” am besten bis 1:20. Ab dann wird das Video mit den Pavillion-Simulationen wirklich interessant.
Als ich 2003 das erste Mal das Museum für Stadtentwicklung in Shanghai besuchte (und das danach mit jedem Besucher wiederholte…), war schon damals auf dem riesigen Stadtmodell das Expo-Gelände mitten in der Stadt am Flussufer eingeplant. Infrastruktur inkl. U-Bahnlinien, Firmenumzüge und weitere städtebauliche Massnahmen wurden detailliert vorbereitet.
Das wohl beste Ausgangs-Quartier liegt am Leidseplein: Hier fühlt man sich abends ein wenig wie in den Partymetropolen auf einigen griechischen Inseln. Die meisten Touristen sind britisch, jung… und betrunken. In organisierten Club-Crawl-Gruppen mit Animateuren stürmen sie in die Clubs, lassen die Sau raus und ziehen weiter. In der Nähe befindet sich auch das “Hard Rock Café”.
Das zweitbeste Quartier liegt zwischen Dam und Bahnhof. Auch hier hat es viele Restaurants, Coffeeshops und Bars. Je weiter man in Richtung Bahnhof läuft, desto tiefer befindet man sich im China Town mit unzähligen asiatischen Restaurants. Empfehlen kann ich das Thai-Restaurant “Chao Phraya” am Nieuwmarkt 10.
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