Zwischenstopp (3):
Wo Kaiser Willhelm schon schwitzte

Von Rico Wyder am 8. Februar 2010 um 07:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Türkei

Istanbul – wo ich vor meiner Weiterreise in den Iran einen kurzen Aufenthalt einlege – hat eine grosse Hamam-Tradition. Traditionell hatte jede Moschee auch einen Hamam. Auch bei der Hagia Sophia gibt es nebenan das “Bad der Roxelane”. Das Bad heisst auf Türkisch “Haseki Hürrem Hamami” und wurde im Auftrag von Süleyman 1556/57 erbaut. Er benannte es nach seiner Frau. Es gilt als eines der schönsten Hamam in Istanbul.
Der Hamam wird leider nicht mehr als Hamam benutzt, sondern dient als Teppichgeschäft. Dennoch wurde das Innere kaum verändert und ist äusserst sehenswert (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!).

Ein Steinwurf davon entfernt befindet sich ein weiterer Hamam mit Tradition. Der “Cagaloglu Hamam” ist heute noch in Betrieb. Wer sich die Chance nicht entgehen lassen möchte, auf Marmor zu sitzen und sich schwitzend massieren zu lassen, der ist hier am richtigen Ort. Sowohl die Einzelumkleideräume als auch die grosse Steinkuppel des Dampfraums sind Zeugen der Geschichte. Kaiser Willhelm II. hat hier neben vielen anderen Berühmtheiten schon geschwitzt.

Pärchen aufgepasst! Der Hamam ist nach Geschlecht getrennt. Das bedeutet, der Hamam wurde doppelt gebaut – einer für Männer, einer für Frauen. Angeblich ist der Frauenteil tupfgleich. Ich konnte ihn mir selbstverständlich nicht ansehen.


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