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Ralph Hutter
18 Artikel von Ralph Hutter:
14 Gault-Millau-Punkte und 48 Jahre Tradition
Kategorien: Deutschland, Reisetipps
Ein Kleinod in München. Die Spitzenköchin Inge Stollberg kocht seit 48 Jahren nicht nur für Prominente in einzigartiger Atmosphäre.
Inge Stollberg hat 14 Gault-Millau-Punkte. Vielmehr beeindrucken aber im ersten Moment die Bilder der prominenten Gäste an den Wänden. Ministerpräsidenten, Scheichs, Models, Schauspieler, Sänger aus den letzten bald fünf Dekaden zieren die Holzwände. Auf Anhieb habe ich mindestens Mario Adorf, David Hasselhoff und die Kessler-Zwillinge erkannt, was nicht unbedingt für mich spricht. » weiterlesen
Abt lädt zur Twitter-Wallfahrt
Kategorien: Schweiz, Web-Tipps
Eine Wallfahrt nach Einsiedeln für Twitter-Benutzer? Eine abstruse Idee, würde diese nicht von Abt Martin, dem Abt vom Kloster Einsiedeln, selbst stammen.
Abt Martin ist selbst leidenschaftlicher Twitterer. Und ein begnadeter dazu. Er reist, fast rastlos, fast täglich per Bahn und twittert während der Fahrt “Bahngleichnisse” wie dieses dem Wetter entsprechende:
Abt Martin twittert mit ungewöhnlich brilliantem Humor, wie es von einem katholischen Würdenträger erwartet würde. Bereits im Bericht von “10vor10″ vom Schweizer Fernsehen (siehe Video) hat er die Idee einer Twitter-Wallfahrt lanciert und an einer Veranstaltung der Netzzunft vertieft: Warum nicht einfach einmal alle Twitternutzer zu einer Wallfahrt ausschliesslich über Social Media einladen und einfach schauen, was passiert?
Ziel der Twallfahrt: Das Kloster Einsiedeln. Foto: Dominik Haitz
Ob nun zwölf oder zwölfhundert Twitterer teilnehmen werden, macht ihm keine Sorgen. Er habe Platz für 8000 Personen in der Klosterkirche. Seine Mitbrüder wären einfach gefordert, während der dreistündigen Wanderung den Apéro zu organisieren…
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Jazz After Dark in London Soho.
Kategorien: Grossbritannien, Reiseberichte & Insider
Samstag Abend im Londoner Stadtteil Soho. Auf dem Heimweg haben wir einen Abstecher in einen Jazz-Club gemacht und dabei ein feines Jazz/Soul/Funk-Quartett (und einen sonderbaren Künstler) kennengelernt.
Sam Shaker – Resident Artist im Jazz After Dark. Foto: Ralph Hutter
Der Jazz After Dark-Club ist, wie es der Name sagt, ein Jazz-Club. Und gleichzeitig eine Kunstgalerie. An den Wänden hängen Portraits in Öl von Amy Winehouse, Pete Doherty, Alicia Keys, Lady Gaga, gemalt von Sam Shaker. Und daneben die typischen Fotos von Sam Shaker, posierend mit allen möglichen Promis. Unter anderem eben Amy Winehouse und Pete Doherty. Und von einem Teil dieser Promis malt er auch Bilder, die er dann für 1000 Pfund verkauft. Sie sind nicht wirklich mein Geschmack.
In punkto Musik gibt es nichts zu mosern. “The LV Project” hat uns gut unterhalten. Jazzig, soulig, funky. Zufällige habe ich ein Video auf Youtube gefunden, welches die Band im Jazz After Dark zeigt.
Auf der Agenda haben sie viele junge und aufstrebende Künstler, auch wenn der Club sich gerne mit dem Konzert (und den Bildern) von Pete Doherty und Amy Winehouse schmückt. In jedem Fall ist der Club eine gute Adresse für ein spezielles Erlebnis zu später Stunde in London.
Erster Start ab Zürich
Kategorien: News, Schweiz
Am Sonntag Mittag hat erstmals ein Airbus A380 der Singapore Airlines vom Flughafen Zürich abgehoben. Mit dabei: einige hundert Schaulustige, Planespotters und (Reise-)Blogger.
Schaulustige und Planespotter an der Piste 16 Zürich ZRH. Foto: Ralph Hutter.
Ab 28. März fliegt Singapore Airlines die Strecke Singapur-Zürich regelmässig mit dem Superjumbo. Dieser ersetzt die bisherigen zwölf wöchentlichen Flüge. Damit ist Zürich nun die dritte Stadt in Europa neben London und Paris, die mit dem A380 angeflogen wird. Der riesige Vogel ist nicht nur von aussen eine Attraktion. Ungewöhnlich sind sicher die First-Class-Kabinen mit Doppelbett, aber auch die Business-Class-Sitze, die horizontales Liegen (mindestens für Menschen bis 180cm) ermöglichen.
Das moderne Bord-Unterhaltungssystem bietet auf 15.4-Zoll- bzw. 10.6-Zoll-Monitoren in der Economy Class Filme und Musik, auch wenn es der Journalist vom “Tagi” etwas pfriemelig in der Bedienung findet.
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Das macht Lust auf die Seine-Metropole!
Kategorien: Frankreich, Web-Tipps
Das grösste Digitalbild der Welt. Arnaud Frich und Martin Loyer haben vom Turm der Pariser Kirche St. Sulpice 2346 Bilder geschossen und zu einem Panorama-Bild zusammen gesetzt.
Für Digitalfotografen interessant: Das Bild hat nun ein Format von 354159 x 75570 Pixel = 26,763,795,630 Pixel.
Ich habe sicher über eine Stunde damit verbracht, durch Hinterhöfe zu scrollen, Passanten, Hausschilder, Einblicke durch Küchenfenster zu erhaschen und die Pariser Dachterrassen-Kultur zu studieren. » weiterlesen
Masseinheiten mit dem “Converter” umrechnen
Kategorien: Reisetipps, USA
Beim letzten USA-Trip hat sich die iPhone-Applikation “Converter” gute Dienste geleistet. Im Restaurant, an der Tankstelle bei der Routenplanung und sogar im Kleiderladen habe ich schnell den “Converter” gestartet.
Umrechnen von Unzen nach Kilogramm, von Gallonen nach Liter oder von Meilen nach Kilometer – entweder ist Kopfrechnen angesagt oder einfach schnell das iPhone gezückt.
Wieviel ist ein 16 Unzen Steak?, habe ich mich im “Delfriscos Steakhouse” gefragt. Und dann auch eines bestellt. Wieviel Benzin hat das Wackel-Cabrio von Las Vegas nach Santa Barbara gebraucht? Und zwar in Litern pro Kilometer und nicht Gallonen pro Meile. Und auf der Shopping Tour in Las Vegas gab es natürlich nur angelsächsische Grössenangaben für Schuhe, Hemden, Anzüge. (Allerdings nützt der Converter auch nichts, wenn man die europäischen Masseinheiten und vor allem die eigene Kleidergrösse nicht kennt.)
Das iPhone mausert sich klammheimlich zum unverzichtbaren Reisebegleiter, wie auch der Artikel bei Leumund eindrücklich zeigt.
Übersicht der Funktionen
Weitere Details gibt es beim Entwickler, einen Testbericht auf dem iPhone-Blog, und die App kann bei iTunes geladen werden. Die Investition von CHF 1.10 habe ich bislang nicht bereut.
Rasante Abfahrt vom Prätschli
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Schweiz
Arosa hat rund fünf Kilometer Schlittelpisten, verteilt auf drei offizielle Schlittelpisten. Dieses Mal habe ich mich für die Abfahrt vom Prätschli runter an der Obersee entschieden.
Idyllisch – Das Ende der Schlittelpiste in Arosa. Alle Fotos: Ralph Hutter
Am RhB Bahnhof in Arosa miete ich für meine englischen Gäste und mich vier Schlitten. CHF 12.— kostet die Miete pro Schlitten, und ich hinterlege eine Kaution von CHF 200.—. Wer zwischendurch einen Restaurantbesuch plant, fragt am besten hier nach passenden Schlössern, damit die Schlitten vor dem Gashaus gesichert werden können.
Anfahrt ins Prätschli. Mit Bus oder Taxi?
Eigentlich wollte ich den Gratisbus vom Postplatz ins Prätschli nehmen. Angesichts der wartenden Menschenschlange haben wir kurzentschlossen ein wartendes Taxi genommen. Vier Personen, vier Schlitten, fünf Minuten Fahrt, CHF 17.— Fahrtkosten.
Der Taxifahrer selbst fährt wie ein Verrückter über die schneebedeckten Strassen und steht in jeder zweiten Kurve quer. Spätestens wenn sich Pferdeschlitten, Autobus und Taxi in der Haarnadelkurve begegnen, wird auch die Fahrt zur Schlittelpiste abenteuerlich. Trotz rasanter Fahrweise erzählt er nonstop Geschichten aus dem Dorfleben und den umliegenden Hotels.
Die Abfahrt vom Prätschli
Die Schlittelpiste ist ungefähr ein Kilometer lang, sehr gut präpariert, beschildert und nachts auch beleuchtet. Die erste Hälfte ist langgezogen und ideal, um ein Gefühl für den Schlitten zu bekommen. Im unteren Drittel warnt ein grosses Schild “Vorsicht – Langsam fahren”. Warum? Eng gezogene Kurven, ein kleine vereiste Brücke und einige heftige “Bumps” lassen mein Adrenalin kurz hochschnellen, bevor ich mich nach der viel zu kurzen Fahrt gleich neben dem Bahnhof am Obersee wieder finde.
Das hat Spass gemacht. Jetzt gleich nochmal! Vor dem Bahnhof steht zufällig wieder derselbe Taxifahrer. Also gleich nochmals die Schlitten einladen und ab auf das Prätschli.
Die Engländer wollen heute Abend Schweizer Küche. Der Taxifahrer empfiehlt das Cordon Bleu vom “Quellenhof” und anschliessend einen Drink an der Hotelbar im Eden.
Alleine die beiden Tipps haben die Taxifahrt mehr als bezahlt gemacht. Und nächstes Mal sind die anderen beiden Pisten an der Reihe..
PS: Das Cordon-Bleu im “Quellenhof” war wirklich fantastisch. Und als Beweis ein Quadcam-Bild (Was sonst, seit ich im Quadcam-Fieber bin?!) vom Corpus delicti.
Cordon-Bleu im Quellenhof Arosa.
Ein Tipp für den Neujahrstrip nach NYC
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA
Ein heisser Tipp für diejenigen, die über Neujahr nach New York fliegen. Das “Delfriscos Double Eagle Steakhouse” ist ein Highlight – sowohl für die Freunde grosser Fleischportionen, als auch für Weinliebhaber.
An welchen Al-Pacino Film erinnert mich dieses Bild nur..?
Die zentrale Frage für den Westeuropäer stellt sich, sobald die Karte auf den Tisch kommt. Wieviel Gramm sind 8, 12 oder 30 Unzen?
Zum Glück gibt es das iPhone mit Konverter-Applikationen. Ich entscheide mich für das Prime Ribeye Steak von 16 oz mit Chateau potatoes mit Frühlingszwiebeln und Pfeffer (die sich als simpler Kartoffelstampf herausstellen).
New Yorker Ambiente.
Wein, Wein, Wein
Nicht erwartet hätte ich die grosse Auswahl an Weinen. Mit über 1500 Weinen im Keller hätten sie den grössten Weinkeller in New York, erklärt der sehr aufmerksame Kellner. Umsonst wird das Lokal ja nicht in den vergangenen zehn Jahren den “Wine spectator award of excellence” eingeheimst haben.
Seltenerweise ist auf der Karte auch ein Viader zu finden. Das Weingut hatte ich während meiner Reise ins Nappa Valley besucht. Aber darüber lohnt es sich, ausgiebig zu bloggen.
Nach dem Essen nimmt sich der Kellner Zeit, uns durch den Weinkeller zu führen und entschuldigt sich mehrfach, dass der Sommelier nicht persönlich anwesend sei. Soviel persönliche Betreuung hätte ich gar nicht erwartet.
1500 Weine im Sortiment.
Um es auf den Punkt zu bringen: Fleisch perfekt, Beilage perfekt, Bedienung überdurchschnittlich aufmerksam, Wein perfekt, Ambiente perfekt. Ich komme wieder, wenn ich das nächste Mal in NYC bin.
Alle Fotos: Ralph Hutter
Über den Charme von 70-jährigen BMW-Motoren
Kategorien: Reisetipps, Schweiz
Vor ein paar Tagen bin ich mit einer Junkers Ju-52 vom Flugplatz Dübendorf zu einem Rundflug aufgebrochen. Das war ein Ausflug, der den Namen wirklich verdient hat.
Ju-52 in Morgenstimmung. Um 08:15 Uhr ist Check-in. (Foto: Ralph Hutter)
Check-In ist um 08:15. Es bleibt noch ein bisschen Zeit, um im Restaurant des Airforce Centers noch einen Kaffee zu trinken. Ein Rundflug mit der Ju-52 lässt sich im Übrigen optimal mit einem Besuch im Flieger Flab Museum verbinden, das sich im selben Gebäude befindet.
Mit am Check-In sind weitere flugbegeisterte Männer und deren vielleicht nur halb so flugbegeisterte Partnerinnen. Einige sind passend zum Anlass in stilechter Pilotenlederjacke und -sonnenbrille erschienen, andere in Flip-Flops und Hemden in barock-floralem Design. Letztere dürften nach einer Stunde Flug etwas kalte Füsse bekommen haben, da es auf 2.000 Metern ü.M. in einer Wellblechkiste eben keine Bodenheizung hat.
Ein Blick ins Cockpit ist auch während des Fluges möglich. (Foto: Ralph Hutter)
Die drei mittlerweile 70-jährigen BMW-Motoren (die zwischenzeitlich auf bleifreies Benzin umgerüstet wurden) brummen ziemlich spektakulär. Der Pilot gibt einige Eckdaten durch. Rund 2.000 PS, maximal 200 km/h, 360 Liter Benzin pro Stunde Nächstes Jahr wird sie 70 Jahre alt. Die alte Tante Ju, mit welcher wir fliegen. » weiterlesen
Santa Barbara und Carmel by the Sea
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA
Nach dem Roadtrip-Overdose mit Buschfeuer und Windhose am selben Tag geht es jetzt gemächlicher weiter. 250 Meilen auf dem Highway 1 in Richtung San Francisco.
Die Route zieht sich auf einer kurvenreichen Strasse entlang dem Meer, vorbei an traumhaften Sandstränden und kleinen Buchten. Nach stundenlangen Fahrten über schnurgerade Highways durch die Wüste, ist diese Strecke eine wunderbare Abwechslung für Auto-Enthusiasten.
Highway-Romantik. Foto: Ralph Hutter
Etwas fällt mir auf. Offenbar gibt es in Kalifornien nur zwei Sorten Cabriolets. Chrysler Sebring für alle Touristen und Ford Mustang für die Einheimischen. Und ich hab den Falschen. Der Chrysler Sebring ist eine schwammige, lahme Schwabbelkiste, die den europäischen Freunden der Alpenpässe keinen richtigen Fahrspass entlocken will. So verfalle ich schnell wieder in das meditative Cruiser-Feeling und geniesse die einmalige Kulisse.
Wunderbare Passstrassen direkt am Meer. Foto: Ralph Hutter
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