Von Stefanie Theil am 12. Dezember 2009 um 09:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Schweiz
Keine Vorweihnachtszeit ohne romantische Stimmung. Und wo kommt man besser ins Schwärmen als auf einem liebevoll dekorierten Weihnachtsmarkt? Hier ist eine Auflistung einiger Weihnachtsmärkte in der Schweiz und in Frankreich, auf denen sich ein Besuch lohnt.
Zürich: Der Zürcher Christkindlimarkt im Hauptbahnhof gilt als der grösste überdachte Weihnachtsmarkt Europas. Auch bei Schneesturm und Eishagel kann man hier gemütlich an den dekorierten Markthäuschen vorbeischlendern. Ein Highlight des Christkindlimarktes ist der mit Swarovski-Ornamenten geschmückte Weihnachtsbaum. Ein weiterer Teil des Weihnachtsmarktes befindet sich in der Zürcher Altstadt. Dort kann man es sich kulinarisch gut gehen lassen und traditionelles Kunsthandwerk bewundern. Das muss man ebenfalls gesehen bzw. gehört haben: Der “Singing Christmas Tree”; hier treten über 1200 Sängerinnen und Sänger täglich auf!
Basel: zu bieten. In der historischen Altstadt bieten Händler und Kunsthandwerker aus der ganzen Schweiz und der Region an den rund 140 weihnachtlich beleuchteten Ständen und Holzhäusern ihre Waren an oder führen ihr Können vor.
Bern: In der malerischen Altstadt der Hauptstadt finden ebenfalls erlebenswerte Weihnachtsmärkte statt. Der Weihnachtsmarkt auf dem Waisenhausplatz im Herzen der Stadt Bern, hat eine über 20-jährige Tradition. An rund 50 festlich dekorierten, individuell gestalteten Holzhäusern, umrahmt von einem Tannenzweige-Zaun, wird ein reiches Warenangebot präsentiert.
Montreux: Auch in der Romandie kann es sehr weihnachtlich werden. Am Genfersee schlendert man über einen Weihnachtsmarkt mit rund 120 liebevoll dekorierten Holz-Chalets. Unter den Augen des Weihnachtsmanns, der auf dem Gipfel des Rochers-de-Naye wohnt, geniesst man den Glühwein in der Grand-Rue oder an der Seepromenade von Montreux.
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Von Andrea Schmits am 12. Oktober 2009 um 08:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Japan
Hat jemand von euch schon mal vom Paris-Syndrom gehört? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht, obwohl diese mehr als kuriose Krankheit offenbar bereits vor 20 Jahren das erste Mal diagnostiziert wurde. Sogar einen Wikipedia-Artikel gibt es dazu.
Das Paris-Syndrom wird ausschliesslich bei Japanern diagnostiziert – mehr als 100 harte Fälle soll es im Jahr geben. Dabei handelt es sich um eine Art Schock, der japanische Touristen ereilt, die zum ersten Mal Paris besuchen. Denn viele idealisieren die Seine-Metropole und können nicht damit umgehen, wenn sich die Stadt der Liebe, Haute Couture und schönen Frauen doch nicht als Märchenwelt entpuppt. Stattdessen finden viele Touristen gestresste Kellner, unfreundliche Verkäufer und Hundekacke auf dem Trottoir vor. Das ist zu viel Realität für so manchen Höflichkeit und Sauberkeit gewohnten Japaner, der vielleicht schon seit Jahren davon geträumt hat, endlich die sagenumwobene Stadt zu besuchen.
“Ich war so deprimiert, ich wollte gar nicht mehr rausgehen”, sagte der Japaner Kenzo in einer Reportage des TV-Senders M6. “Ich konnte nicht mehr gehen, brauchte einen Krückstock. Das war natürlich psychosomatisch.” Kenzo habe sogar im Zimmer gewütet, berichtet seine Therapeutin.
Der Arzt Olivier Barles, der für die Organisation International SOS betroffene Japaner heimgeflogen hat, führt das auf die “brutale Konfrontation japanischer Harmonie mit der sichtbare Unordnung in Frankreich” zurück. Offene Rede und rüde Witze könnten instabile Menschen hart treffen, sagte Barles der Website “Newzy.fr“.
Seit 2006 beugen in Paris ansässige Japaner diesem Syndrom nun vor: Die “green birds” packen alle paar Wochen den Besen aus und sammeln vor den Touristenattraktionen Kippen und McDonalds-Tüten auf. Na, dann wünsche ich mal gute Besserung!
Von Katja Schönherr am 9. Oktober 2009 um 13:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reisetipps
Wer nach Paris fährt, der sollte am Essen nicht sparen. Für alle, die es dennoch versuchen, hier ein Tipp: Als eine der besten Brasserien der französischen Hauptstadt gilt das “Bofinger” an der Place de la Bastille (Der Frage, wie man “Bofinger” ausspricht, wird sich übrigens hier gewidmet). Unmittelbar gegenüber des “Bofinger” befindet sich zudem noch “Le Petit Bofinger”.
Eine Bekannte sagte mir, das sei der Ausbildungsbetrieb des grossen “Bofinger”, und so testete ich es: Sowohl mittags als auch abends gibt es hier die klassische, gutbürgerliche französische Küche. Das junge Personal ist liebenswert und eifrig. Ein Drei-Gänge-Menü mit einem Glas Wein oder einem halben Liter Wasser (Empfehlung: Lieber den Wein nehmen, denn Leitungswasser gibt es ohnehin dazu!) kostet um die 20 Euro. “Le Petit Bofinger” kann ich sehr empfehlen. Gut gestärkt, bietet sich im Anschluss ein Spaziergang über die “Promenade Plantée” an, einer zum grünen Schlender-Weg umgebauten Hochbahn-Trasse.
Von Rico Wyder am 5. September 2009 um 10:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Web-Tipps
“Der Spiegel” hat ein interessantes Designerhotel in Frankreich entdeckt und dieses gleich mit einer Fotostrecke beehrt. Das Hotel namens “Museumotel” aus dem Jahr 1967 steht in den französischen Vogesen und ist vom Schweizer Architekten Pascal Haüsermann gebaut worden. “Der Spiegel” nimmt die jüngst wieder auflebende Geschichte des Retro-Hotels unter die Lupe. Viel Spass beim Lesen und Schauen.
Zum “Spiegel”-Artikel geht es hier, und zur Foto-Strecke hier.
Von Katja Schönherr am 2. September 2009 um 15:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Am liebsten schlenderte ich während meines Paris-Aufenthalts durch das jüdische Viertel “Le Marais”. Das Wort bedeutet so viel wie “Sumpf” oder “Morast”; ursprünglich war das Quartier tatsächlich ein Sumpfgebiet, das man im 13. Jahrhundert trockenzulegen begann, um es bewohnbar zu machen. Und das ist auch gelungen: Ein wunderschönes Wohnhaus reiht sich heute an das nächste, und die vielen Hôtels particuliers zeugen von der reichen Adelsvergangenheit.

Zu entdecken gibt es im Marais wahnsinnig viel! Auch hier laden zahlreiche Läden zum Bummeln ein. Meinen liebsten namens “Merci” auf dem Boulevard Beaumarchais habe ich hier bereits beschrieben.
Eine Strasse mit netten, kleinen Läden ist beispielsweise die Rue du Bourg Tibourg, auf der sich etwa der alteingesessene Tee-Laden Mariage Frères befindet. Als Papeterie-Strasse gilt die Rue du Pont Louis-Philippe. Wer Hunger hat, sollte sich in die Rue des Rosiers begeben und dort eine Falafel essen, etwa im “Mi-Va-Mi”. Die Strasse – sie gilt als das Herz des jüdischen Viertels – ist ein wenig überlaufen. Aber die Falafeln von dort sind jedes Gedränge wert! Aufpassen: Für eine Marais-Erkundungstour sollte man sich keinen Samstag aussuchen. Am Shabbat sind nicht nur die Falafel-Stände zu, sondern auch zahlreiche andere Läden.
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Von Katja Schönherr am 1. September 2009 um 08:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Den August verbringen viele Pariser, die die Stadt im Sommer – anders als die meisten – nicht fluchtartig gen Meer verlassen haben, an ihrem Stadtstrand: am Paris Plage. Es gibt ihn bereits seit 2001; er wurde vom sozialistischen Bürgermeister Bertrand Delanoe ins Leben gerufen und gilt als Vorbild aller anderen Stadtstrände, die in Metropolen mit Fluss inzwischen fast gang und gäbe sind.
Einen Monat lang werden die Autos von den Seine-Ufer-Strassen verbannt, Sand aufgeschüttet, Liegestühle hingestellt, Bierzapfsäulen angeschlossen, Boule-Plätze errichtet, und Palmen säumen den Weg. Für viel Spass sorgen vor allem bei grosser Hitze die Nebelduschen (siehe Foto). Das Seine-Ufer in der Pariser Innenstadt ist im Sommer Hort eines wundervollen Spektakels. Man kann sich einfach niederlassen, Mitgebrachtes (Rotwein nicht vergessen!) oder vor Ort Gekauftes essen. Oder man taucht ein und singt und tanzt mit; an jeder Ecke tun sich neue Möglichkeiten auf. Jedenfalls wird es kaum einem gelingen, einfach schnurstracks das Ufer entlangzuhechten, ohne irgendwann einmal zum Staunen stehenzubleiben. An lauen Abenden ist die Atmosphäre besonders nett.
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Von Katja Schönherr am 24. August 2009 um 08:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Wenn man, vor allem am Wochenende, die Metro-Station Anvers verlässt, ist man plötzlich sehr schnell von sehr viele Menschen umgeben. An der Oberfläche treten Horden von Touristen auf der Stelle, bis sie die Orientierung gefunden haben. Wenn sie sie schliesslich gefunden haben, pressen sie sich alle durch dieselbe Gasse den Hügel hinauf gen Basilique du Sacré-Cœur. Sucht man sich einfach ein anderes Gässchen zum Aufstieg, wähnt man sich schon wieder fast alleine und kann gemütlich an ein paar Cafés und kleinen Läden vorbeischlendern, bis man oben ist.
So überlaufen diese Attraktion “Sacré-Cœur” auch sein mag – ich denke, selbst wer sonst grosse Touristenaufläufe scheut, sollte sich in diesen ausnahmsweise einmal hinein begeben. Die Kirche ist einfach atemberaubend, strahlend, ja blendend weiss. (Sie wurde aus Château-Landon-Steinen gebaut, einem Travertin, der durch die Witterung sein Calcit abgibt und so mit der Zeit das bekannte, kreideartige Weiss annimmt.) Um hineinzukommen, musste ich nicht einmal anstehen, aber, zugegeben, im Inneren ist es schon sehr überfüllt, so dass es recht viel Konzentrationsfähigkeit beansprucht, will man einige Zeit im Gedenken verbringen.
Die Basilika ist der höchste Punkt in Paris. Ich hab’s leider nicht geschafft, einmal am Abend hinzugehen, um einen Blick über das städtische Lichtermeer zu erhaschen. Aber auch am Tag ist die Aussicht beeindruckend, und man kann über den Dächern auf die Suche nach Wohlbekanntem gehen: Ist das der Louvre? Wo ist eigentlich der Eiffelturm?
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Von Katja Schönherr am 21. August 2009 um 13:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Für Kunstfreunde ist Paris ein Paradies. Ich weiss gar nicht, wie viele Museen diese Stadt hat, aber bei meinen Spaziergängen tauchte immer wieder ein neues auf. Eines, von dem man noch nicht so oft gehörte hatte wie dem Louvre oder dem Picasso-Museum. Jeder Strömung, jeder Kunstart, jeder Privatsammlung sind irgendwo ein paar Räume gewidmet. Wenn man die Augen offenhält, kann man aber auch schon auf den Strassen viel entdecken. Wie in allen Grossstädten wimmelt es nicht zuletzt in Paris von mal mehr, mal weniger versteckten Produkten urbaner Kunst. Hier ein paar meiner Lieblinge (zur Vergrösserung bitte anklicken):
Von Katja Schönherr am 18. August 2009 um 10:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Dass Paris die beliebteste Shopping-Destination der Schweizer ist, wundert mich mitnichten. Es gibt zahlreiche Shoppingmeilen und Grosskaufhäuser. Und immer wenn man sich gerade denkt, so viele Einkaufsmöglichkeiten verträgt doch keine Stadt, tut sich der nächste Laden auf, in den man “nur mal kurz” reinschauen möchte. Und daneben der nächste.
Man kann, da wohl eher für einen “Schaufensterbummel”, über die Champs-Elysées schlendern. Früher oder später landet man zum Shoppen auch auf dem Boulevard Haussmann, auf dem sich die berühmten Galeries Lafayette befinden – und Filialen aller denkbaren Mode-Ketten. Auf dem Cours Vincennes steht das riesige Jugendstil-Kaufhaus “Printemps”. Frauen wie Männer dürften hier fündig werden. Auch drumherum ranken sich zahlreiche Shops.
Wer gerne schönes Essen sieht und isst, sollte “La grande Epicerie” in der Rue de Sèvres aufsuchen, die zum Kaufhaus “Le Bon Marché” gehört.
Etwas enttäuscht war ich vom allseits angepriesenen It-Kaufhaus “Colette” in der Rue Saint-Honoré. Das ist wohl Geschmackssache, aber mir war der Laden zu überlaufen, die Musik zu laut und die Verkäufer einschüchternd cool. Umso schöner war dann ein Einkaufserlebnis im Stadtteil Marais auf dem Boulevard Beaumarchais: Das “Merci” ist kaum anders als mit “lovely” zu beschreiben. Wunderbar klar eingerichtet mit schönem Konzept und ausgewählten Waren. Hier gibt es Klamotten, Geschirr, Einrichtungsgegenstände, gemusterte Stromkabel als Meterware – was man nicht unbedingt braucht, aber schön aussieht, das bekommt man hier. Das zugehörige Café voller Bücher sorgt dafür, dass man auch hier etwas länger bleibt als “nur mal kurz”.
Übrigens: Wer nicht nur die grossen Häuser sondern auch kleine Shops abklappern will, sollte sich keinen Montag dafür aussuchen. Zahlreiche Läden haben am Wochenanfang geschlossen. Im jüdischen Viertel Marais sind viele Läden samstags zu.
Alle Fotos: Katja Schönherr
Von Katja Schönherr am 12. August 2009 um 08:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Frankreich, Reiseberichte & Insider
Einen meiner arbeitsfreien Nachmittage widmete ich dem Friedhof Père Lachaise, auf dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe fanden (oder suchen). Ich bin zunächst nur gemütlich durch die “Grabgassen” geschlendert, wollte einfach ein bisschen herumirren, schöne Namen lesen und wenn, dann nur zufällig auf Prominenten-Ruhestätten stossen. Doch relativ bald (nämlich wenn man andere Besucher zielstrebig und organisiert, mit Friedhofsplan ausgerüstet, auf bestimmte Gräber zulaufen sieht) packt einen dann doch der Ehrgeiz: Gräber-Spotting! Der Friedhof ist riesig, und zum Glück helfen ein paar aufgestellte Pläne bei der Orientierung.
Wer seine Friedhofstour von vorneherein etwas organisierter angehen möchte, sollte sich am Haupteingang einen Faltplan besorgen – und dann jene aufsuchen, die einen interessieren: Edith Piaf oder Oscar Wilde, Honoré de Balzac oder Frédéric Chopin, vielleicht auch Marcel Proust oder Yves Montand.
Der wohl grösste Teil der Besucher strömt zum Grab von Jim Morrison, das abgesperrt ist und polizeilich bewacht wird. Einem ruhigen The-Doors-Gedenken kann man sich somit nicht hingeben. Aber manchem gelingt es – trotz der Bewachung -, dem Sänger eine letzte Ehre zu erweisen. So zündete ein junger Mann neben mir eine Zigarette an und warf sie schnell aufs Grab. Jim dürfte sich gefreut haben.
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